Statement des LC Jena e. V. zum Umbau/ Sanierung des Ernst-Abbe-Sportfeldes und zur zukünftigen LA Anlage

Liebe Mitglieder des LC Jena e. V., liebe Freunde der Leichathletik,

Panorama_Stadion

aus aktuellem Anlass möchten wir uns nochmals zum geplanten Umbau/ Sanierung des Ernst-Abbe-Sportfeldes positionieren.

Wir haben immer betont, dass wir den Wunsch des FCC nach einem reinen Fußballstadion ohne Leichtathletik-Anlage nachvollziehen können und unterstützen, solange für die Leichtathletik und den Breitensport ein adäquater Ersatz geschaffen wird. An dieser Position hat sich nichts geändert!

Dieser adäquate Ersatz wurde uns immer wieder zugesichert. Es wurde mehrfach betont, dass erst eine neue Leichtathletik-Anlage der Kategorie A nach DLV Anforderung entsteht, bevor die jetzige Rundbahn aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld weichen muss.

Gemeinsam mit Vertretern des FCC haben wir im Frühjahr 2015 die Stadträte besucht und haben dort unsere gemeinsame Vision für zukunftsfähige Sportanlagen in Jena vorgestellt.

Vom 31.07. bis zum 02.08. 2015 haben wir als LC Jena – gemeinsam mit dem Thüringer und dem Deutschen Leichtathletik Verband – die Deutschen Jugendmeisterschaften austragen dürfen.

Vor dieser Meisterschaft haben wir uns schon theoretisch positioniert, was notwendig ist um einen solchen Wettkampf auch weiterhin an anderer Stelle als dem Ernst-Abbe-Sportfeld umzusetzen. Wir können dies mit der Durchführung nun auch mit praktischer Erfahrung untersetzen.

Es waren über 2000 Sportler am Start. Über 250 ehrenamtliche Helfer haben die Wettkämpfe und den Rahmen abgesichert. Die sportlichen Leistungen waren hervorragend und die Austragung wurde von vielen Gastvereinen gelobt.

Für uns selbst war es auch ein voller Erfolg. Wir erreichten 2 Meistertitel und eine Silbermedaille und darüber hinaus viele Endkampfplatzierungen bis zum 8. Platz.

Für die Stadt und die Region war die Meisterschaft nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor. Von Donnerstag an waren die Hotels in Jena und Umgebung ausgebucht. Die Stadt war sehr belebt und ohne Übertreibung wurde in der Zeit ein zusätzlicher Umsatz im mittleren sechsstelligen Bereich in unserer Region erzielt.

Im Folgenden möchten wir die infrastrukturellen Faktoren auflisten, die zur Umsetzung solch einer Veranstaltung unverzichtbar sind. Hier ist natürlich nicht nur die Zuschauerkapazität zu beachten

  1. Die Personenanzahl (Teilnehmer, Zuschauer, Begleitpersonen, Organisation) lag im Ganzen pro Tag bei ca. 4000
  1. Folgende Räumlichkeiten sind notwendig:
    • Technische Verwaltung im allgemeinen ( z. Bsp. Internet für Livestream)
    • Zeitnahme
    • Wettkampfbüro
    • Callroom
    • VIP Raum
    • Besprechungsraum allgemein
    • Dopingkontrollraum
    • Arztzimmer
    • Physiotherapie
    • 4 Umkleideräume + Sanitär für die Sportler
    • 2 Umkleideräume für die Kampfrichter
    • Toiletten für 4000 Personen
    • Ausgabe der Startunterlagen
    • Raum zur Gerätekontrolle bzw. -ausgabe
    • Räume zur Aufbewahrung der beweglichen Gegenstände (Hürden, Startblöcke, Athletenbänke, Siegerpodest, Hindernisbalken, Hochsprunganlage)
    • Lagerraum für Sportgeräte inklusive Ablagen (Kugeln, Disken, Speere)
    • Räume zur allgemeinen Lagerung (aktuell 5 Garagen im EAS) für z.B. die Anzeigetafeln und Wechselbalken für den Weit- und Dreisprung
  1. Aufwärm- und Einlaufbereich
    • 2 Rasenflächen zum Einlaufen und Einwerfen
    • 1 Rasenfläche zum Aufbau von Zelten für Physiotherapie bzw. Wettkampfvorbereitung der Vereine
    • 1 Kraftraum
    • zumindest eine 1 Laufgerade mit Tartan zum Start oder Hürdenlauf zur Vorbereitung, hier wurde die Anlage des USV Jena genutzt
  1. Fläche zur Verpflegung von 4000 Personen
    • hier wurde die komplette Fläche hinter der Tribüne inklusive VIP Zelt des FCC genutzt
  1. LED Anzeigetafeln
    • fest installierte LED Anzeigetafel auf die per PC aktuelle Wettkampfergebnisse aus dem WK-Büro gesendet werden können
    • zusätzlich mobile Anzeigentafeln

    Von DLV und TLV Seite gibt es ganz klar den Wunsch auch zukünftig Deutsche Meisterschaften in Jena durchzuführen. Zusätzlich gibt es Planungen den Bundesstützpunkt Speerwurf in Jena zu installieren.

    All diese Sachen bedingen eine Leichtathletik-A-Anlage nach DLV Vorgaben. Alles andere wäre ein Signal in die falsche Richtung.

    Wir haben nach den Deutschen Meisterschaften dem Oberbürgermeister (OB) Dr. A. Schröter und Herrn Peisker diese Informationen zukommen lassen, um sie bei der Planung einer neu zu errichtenden Anlage einfließen zu lassen.

    Im persönlichen Gespräch hat uns Herr Dr. A. Schröter nun mitgeteilt, dass der Standort Wöllnitzer Straße für eine neu zu errichtende LA-Anlage favorisiert wird. Dort gibt es aber etliche ungeklärte Punkte. Der OB sagte uns nun, man müsse zwischen dem Notwendigen und dem Machbaren unterscheiden.

    Genau an dem Punkt gehen wir nicht mehr mit!

    Wir müssen auf das Notwendige bestehen, da es ansonsten solche Meisterschaften in Jena nicht mehr geben wird.

    Zusätzlich schlug er uns vor, in Betracht zu ziehen, uns einen privaten Investor für die Errichtung einer Leichtathletik Anlage zu suchen. Dieser Vorschlag hat uns nun endgültig in unserem Verdacht bestätigt, dass das Thema LA-Anlage bisher mehr als stiefmütterlich behandelt wurde und nichts geplant ist.

    Das Thema wurde – bei den Zusagen, die es uns gegenüber gab – mit Sicherheit unterschätzt.

    Deshalb unser klares Statement:

    Wir verstehen und unterstützen den Wunsch des FCC nach einem reinen Fußballstadion. Allerdings fordern wir ein, diesem Wunsch nicht zu unseren Lasten zu entsprechen. Sollte der Umbau des Ernst-Abbe-Sportfelds in eine reine Fußballarena, existenzielle Einschnitte für die Leichtathletik bedeuten, werden wir für den Verbleib der Laufbahn im Stadion kämpfen! Wir werden nicht unser eigenes Grab schaufeln!

    Mit freundlichen Grüßen

    der Vorstand des LC Jena e.V.

Comments

  1. Wer immer das in meinem Namen geschrieben hat…dieser Beitrag kommt definitiv nicht von mir. ( Petra Felke ) Meine Meinung habe ich in Interviews oft gesagt und dazu stehe ich.

  2. Sehr geehrter Nutzer,

    Bei aller Kontroverse zu dieser Thematik, sollte man fair bleiben! Fairness bedeutet, dass jeder seine, aber auch nur seine, Meinung frei äußern können sollte! Jeder hat das Recht, seine Ansichten und seine Argumente zu dieser Thematik vorzubringen! Kein faires Verhalten stellt es dagegen dar, Kommentare in fremdem Namen zu verfassen. Ein solches Verhalten ist in hohem Maße sozialschädigend und der Diskussion nicht förderlich. Da ich weiß, dass Petra Felke zu dieser Zeit nicht im Besitz ihres Handys war, kann der Kommentar nicht von ihr verfasst worden sein! Er würde ferner jeglichen bisherigen Darstellung von Petra Felke fundamental widersprechen und lässt sich ihr daher schon denknotwendig nicht zuordnen!
    Nicht nur, dass sie mit diesem Kommentar den Sportsgeist in jeglicher Hinsicht missachten, verletzen sie zugleich das allgemeine Persönlichkeitsrecht einer Person, die sich zu jedem Zeitpunkt der Diskussion kritisch, aber fair zu den vom LC dargestellten Positionen geäußert hat. Sie sollten den Kommentar daher umgehend entfernen!

    An den LC Jena: Wenn ich das richtig verstanden habe, müssen jegliche Kommentare auf ihrer Website zunächst freigeschaltet werden. Wie man daher einen Kommentar, der offensichtlich gegen sämtliche bisherige Ausführungen der Person spricht, freigeben kann, ohne vorher Rücksprache mit dieser Person zu halten, ist mir ein Rätsel. Mir ist klar, dass dies nicht bei jedem Kommentar logistisch realisierbar ist. Aber es handelt sich hier um den vermeintlichen Post einer in der Öffentlichkeit stehenden Person. Ich frage mich, ob sie abfällige Kommentare, die ich im Namen ihrer Vorstandsmitglieder posten würde, auch ohne weiteres veröffentlichen würden!?

    Mit freundlichen Grüßen,
    MM

  3. Sehr geehrte Frau Felke, sie bedienen wieder die üblichen Klischees. Es sollte kein Gegeneinander von FCC und LC geben. Es gilt hier weiterhin gemeinsam aufzutreten. Die Personen bzw. Verantwortlichen die hier in der Pflicht stehen heißen OB Dr. Schröter und Dezernent Herr Peisker. Diese haben Versprechungen gemacht die es nun einzuhalten gilt und zwar an beide Vereine. Insofern würde ich sie bitten Ihren obigen Kommentar zu überdenken. Anbei empfehle ich Ihnen hierzu auch die Stellungnahme des FCC zu berücksichtigen, mit der sich klar an die Seite des LC gestellt wird.

    1. Sehr geehrte Frau Schmidt, ich habe mich nicht über Inhalte des Statements geäußert. Es ging einzig und allein darum, dass eine mir unbekannte Person einen Kommentar in meinem Namen veröffentlicht hat. Also nochmals zu ihrem Verständnis: Der obige ursprüngliche Kommentar, in dem unter anderem auch der FC Carl Zeiss Jena als „viertklassig“ bezeichnet wurde, wurde nicht von mir geschrieben, sondern lediglich in meinem Namen veröffentlicht. Ich kann mich daher ganz klar von der Aussage distanzieren und stehe weiterhin zu meiner Meinung, die nicht der Grundaussage des Kommentars entspricht!

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